In diesem Tutorial möchte ich euch
erläutern, wie man bei einem Logodesign vor geht & worauf man
achten sollte. Da man zu diesem Thema ein ganzes Buch, von mehreren
hundert Seiten schreiben kann, da es ein wirklich sehr umfangreiches
Gebiet ist, möchte ich hier wirklich nur auf ein paar Grundsätze
erklären. Noch etwas Vorweg, ich arbeite zuerst nur mit Photoshop,
erst wenn dem Kunden ein Vorschlag gefällt, wird dieses Logo in
einem Vektorprogramm umgesetzt.
Grundsätzliches:
- Desto weniger Elemente im Logo,
umso besser (A simple & clear design always works)
- "klaut" keine Logos,
lasst euch von anderen Logos inspirieren
- Ein Raster sollte man schon anlegen,
um die einzelnen Elemente zu positionieren
- Für jedes Element sollte eine neue
Ebene erstellt werden
- Damit das Logo auch in "schwarz/weiß"
gut aussieht (z.B. FAX), nicht zu viele verschiedene Farben verwenden
- Genügend Schriftarten sollten zur
Verfügung stehen
- Arbeitet mit einer hohen Auflösung
(min. 300 dpi)
Theoretisches:
Der Stil: Ein
Logo muss stilistisch zum Produkt oder Firma passen. Das heißt,
grobe Formen passen z.B. eher zum groben Handwerk, Bau, …etc.. besser
als zu Mode, Parfüm oder einem Sportwagenhersteller. Zum letzteren
sind eher filigrane Formen angebracht. Ein kleiner Betrieb sollte
außerdem nicht ein Logo haben, welchen man mit einem großen Konzern
verwechselt z.B. mit einer Weltkugel, oder einem Flugzeug. Wichtig
ist ebenfalls ob ein Logo "trendy" sein soll (z.B. für
einen DJ Store oder Internetcafe) oder eher zeitlos. Das schränkt
bei der Gestaltung schon diverse Formen, Farben & Schriftarten
aus.
Weniger ist mehr: In einem
Logo sollte man ein klares Konzept wieder erkennen können. Überflüssige,
Nichtsaussagende & sinnlose Details sollte man grundsätzlich
weglassen, da diese ein Logo a.) unprofessionell aussehen lassen
& b.) überladen wirken & damit nicht schnell einprägsam
sind.
Assoziationen: Ein Logo sollte
eindeutig assoziiert werden können. Es ist sehr von Vorteil wenn
man dies schafft. Es ist allerdings nicht zwingend, wenn das Logo
einmal eingeprägt ist & man weiß worum es sich handelt, dann
hat es seinen Zweck erfüllt. Zum Beispiel: Das McDonalds Logo (ein
großes gelbes M), wenn man nun diese Fastfood Kette nicht kennen
würde & man sieht dieses Logo zum ersten mal, könnte man auch
denken, das es sich um eine Firma handelt, die sich auf Brückenbau
spezialisiert hat. Trotzdem sollte man versuchen eine richtige Assoziation
herzustellen (bzw. zu entwerfen).
Grundformen: Verwendet bei
der Gestaltung, nach Möglichkeit, nur die einfachsten Grundformen.
Dazu gehören: Kreis, Quadrat, Dreieck, Rechteck, Ellipse,……etc…
Auch Kombinationen von Grundformen sind möglich (subtraktiv oder
additiv). Auch Vereinfachung von Zeichen, Symbolen oder Buchstaben
in Grundformen, bieten eine gute Ausgangsform zur Logofindung.
Wirkung: Eine Frage sollte
man sich auch stellen. Wie schaut das Logo auf verschiedenen Medien
aus? Wie wirkt es auf verschiedenen Medien? Medien: Web, Visitenkarte,
Briefkopf oder FAX. Weitere Medien zur Werbung, wie: Kugelschreiber,
Kaffeetassen….etc… Das bedeutet unter anderem, ein Logo sollte man
nicht nur im Großformat erkennen können. Es muss auch in der Größe
einer Briefmarke sofort erkennbar sein. Behilflich sind dabei Gestaltungskriterien
wie: Kontraste, dick/dünn, hell/dunkel, Farbig/Nichtfarbig, klein/groß,
lang/kurz,…..etc.
Farben:
Farben sind sehr wichtig bei der
Gestaltung eines Logos. Hierbei ist allerdings zu beachten das Farben
in anderen Teilen der Erde, ganz anders interpretiert werden. Deshalb
erläutere ich hier nur die Signalwirkung von Farben für den Europäischen
Markt.
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Rot: Eine
sehr aktive & dynamische Farbe; sehr warm; Farbe der Macht;
sinnlich; Farbe der Liebe, Erotik & Nähe; Farbe des Verbotenen;
Lebenskraft; Luxus. |
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Gelb: Eine
warme, helle & freundliche Farbe; Farbe des Goldes; Warnfarbe;
Negativaspekt: Farbe des Neides; Geiz; Egoismus. |
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Orange: Eine
warme & sanfte Farbe; Aufdringlich; viel Energie. |
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Blau: Eine
kalte, aber beruhigende Farbe; Farbe der Vernunft; Kraft; Treue;
Sehnsucht; Farbe der Unendlichkeit. |
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Grün: Eine
frische & Naturbeziehende Farbe; Farbe der Hoffnung; Gesundheit;
positive Wirkung; Willenskraft; Negativaspekt: Unreife; Gift |
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Schwarz:
Eine kalte & provozierende Farbe; Farbe des Todes; Farbe
der Nacht; Trauer; Unglück; aber auch Farbe der Geistlichkeit.
In Kombination mit anderen Farben sehr interessant & auffallend. |
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Weiß: Ein
kalte & leere Farbe; Farbe des Schnees; Reinheit; Unschuld;
Stille. |
Praktisches:
Erste Ideen: Bevor man sich
an den PC setzt & anfängt zu Gestalten, sollte man sich mit
einem Bleistift bewaffnet, mit genügend Blättern (am besten mit
Karomuster) an einen Tisch setzen & mindestes 20 - 30 Entwürfe
auf Papier bringen. Einfach drauf los skizzieren, in Beachtung der
Grundregeln natürlich. Danach kristallisieren sich in der Regel
2 -3 Entwürfe, die es würdig sind, am Rechner bearbeitet zu werden.
Digitale Verarbeitung: Mit
genügend Wissen zu Photoshop ausgestattet, lassen sich mit diesem
Programm sehr schnell einige gute & brauchbare Entwürfe erstellen.
Wichtig, wie am Anfang schon erwähnt, jedes neue Element in eine
neue Ebene erstellen. Nach der Fertigstellung möchten sie das Logo
als Vektorgrafik haben? Kein Problem. Mit STRG + Klick auf eine
Ebene, um eine Auswahl um das Objekt (Element) zu setzen. Dann folgt
der Wechsel zu Pfaden, wo wir die Auswahl als Pfad speichern. Diese
Pfade können dann mit der Exportfunktion, als Vektorgrafik exportiert
werden (z.B. als Adobe Illustrator,…etc). Nun kann man die exportierte
Datei mit einem Vektorprogramm öffnen, nachbearbeiten & lässt
sich frei skalieren (ohne Qualitätsverlust).
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